PS5 Datenverlust vermeiden: Der kritische Fehler den 90% aller Gamer machen

Die PlayStation 5 hat ein kleines Geheimnis, das selbst erfahrene Gamer oft übersehen: Während die automatische Cloud-Sicherung der Spielstände ein praktisches Feature ist, existieren auch System-Backup-Optionen, die Sony im Menü versteckt hat. Diese Funktionen können den Unterschied zwischen dem Verlust wichtiger Daten und einem entspannten Gaming-Erlebnis ausmachen.

Das Cloud-Backup richtig konfigurieren

Der wichtigste Weg zur Spielstand-Sicherung führt über PlayStation Plus. Navigiere zu Einstellungen > Gespeicherte Daten und Spiel-/App-Einstellungen > Gespeicherte Daten (PS5) > Konsolenspeicher und aktiviere das „Automatische Hochladen“. Hier versteckt sich jedoch der erste Trick: Die PS5 lädt Spielstände standardmäßig nur im Ruhemodus hoch, nicht während des aktiven Spielens.

Viele Nutzer wundern sich, warum ihre neuesten Fortschritte nicht in der Cloud landen – die Konsole wartet schlicht auf den nächsten Ruhezyklus. Du kannst dieses Verhalten umgehen, indem du nach wichtigen Gaming-Sessions manuell einen Upload anstößt. Gehe dafür in die Spielbibliothek, wähle das entsprechende Spiel aus und nutze die Option „Gespeicherte Daten hochladen“.

Eine weit verbreitete Fehlinformation besagt, dass Spielstände noch per USB gesichert werden können. Das ist Fake News – Sony hat diese Funktion bei einem Update entfernt. Spielstände können ausschließlich über Cloud-Saves mit PlayStation Plus gesichert werden.

System-Backups: Was wirklich per USB funktioniert

Hier wird es interessant: Sony hat eine System-Backup-Funktion implementiert, die unabhängig von PlayStation Plus funktioniert. Diese Option findest du unter Einstellungen > System > Systemsoftware > Sichern und Wiederherstellen. Mit einer externen Festplatte kannst du Systembackups erstellen, die jedoch keine Spielstände enthalten.

Das System-Backup erfasst Systemeinstellungen, Benutzerprofile, Screenshots, Videoclips und installierte Spiele-Patches. Besonders wertvoll wird diese Funktion beim Wechsel auf eine neue PS5 – du überträgst deine grundlegenden Einstellungen und Medien. Wichtige Einschränkung: Trophäen und Inhalte von erweiterten M.2-SSDs sind nicht enthalten.

Schritt-für-Schritt zur System-Sicherung

  • Verwende eine externe Festplatte mit mindestens 64-100 GB Speicherplatz
  • Verbinde das Gerät mit einem der USB-A-Ports der PS5
  • Wähle in den Backup-Einstellungen aus, welche Systemdaten gesichert werden sollen
  • Plane mindestens 30 Minuten für ein vollständiges System-Backup ein

PS4-Spielstände übertragen: Das funktioniert noch

Ein wichtiger Unterschied betrifft PS4-Spielstände: Diese können weiterhin per USB auf die PS5 übertragen werden. Die PS5 kann Spielstände von PS4-Versionen automatisch importieren, wenn beide Konsolen mit demselben PlayStation-Konto verknüpft sind und die entsprechenden Spiele sowohl in PS4- als auch PS5-Version vorliegen.

Interessant wird es bei Spielen mit separaten PS4- und PS5-Versionen: Manche Titel wie „Spider-Man: Miles Morales“ bieten eine integrierte Transferfunktion im Hauptmenü, während andere wie „The Witcher 3“ völlig getrennte Spielstand-Systeme verwenden. Prüfe daher vor dem ersten Start einer PS5-Version immer die verfügbaren Import-Optionen.

Profi-Tricks für maximale Datensicherheit

Erfahrene Nutzer kombinieren mehrere Backup-Strategien für optimalen Schutz. Erstelle regelmäßig ein System-Backup per USB für Einstellungen und Medien und nutze gleichzeitig die Cloud-Synchronisation für Spielstand-Updates. Diese Kombination schützt sowohl vor Hardware-Ausfällen als auch vor Account-Problemen.

Ein besonders cleverer Trick: Benenne deine USB-Backups nach Datum und wichtigen Meilensteinen. „PS5_System_Backup_2024_Januar“ ist deutlich aussagekräftiger als „PS5_Backup_001“. So findest du gezielt das richtige Backup für eine bestimmte Systemkonfiguration.

Automatisierung durch geschickte Einstellungen

Die PS5 bietet subtile Automatisierungsoptionen, die viele übersehen. Unter Energiesparen > Funktionen im Ruhemodus verfügbar kannst du festlegen, dass die Konsole auch im Standby aktiv bleibt und Cloud-Backups durchführt. Kombiniert mit der Option „Mit dem Internet verbunden bleiben“ entstehen quasi automatische Backup-Zyklen für Spielstände.

Aktiviere zusätzlich die Push-Benachrichtigungen für erfolgreiche Cloud-Uploads. So behältst du den Überblick über den Backup-Status, ohne ständig die Einstellungen zu kontrollieren.

Notfall-Wiederherstellung und häufige Fallstricke

Wenn der Worst Case eintritt und Daten verschwunden sind, gerät nicht in Panik. System-Backups können über Einstellungen > System > Systemsoftware > Sichern und Wiederherstellen wiederhergestellt werden. Manchmal hilft auch ein Neustart der Konsole, um „verschwundene“ Daten wieder sichtbar zu machen.

Vermeide den häufigen Fehler, mehrere Backup-Strategien gleichzeitig zu aktivieren und dann zu deaktivieren. Dies kann zu Synchronisationskonflikten führen, bei denen die PS5 nicht mehr weiß, welche Version die aktuellste ist. Bleibe bei einer gewählten Methode oder koordiniere verschiedene Ansätze sorgfältig.

Die meisten Datenverluste entstehen übrigens nicht durch Hardware-Defekte, sondern durch versehentliche Account-Wechsel oder das Überschreiben mit älteren Cloud-Versionen. Prüfe daher vor jeder Wiederherstellung das Datum der gespeicherten Daten – manchmal ist die lokale Version tatsächlich neuer als die Cloud-Kopie.

Die Backup-Funktionen der PS5 sind komplexer als sie zunächst erscheinen. Während Spielstände ausschließlich über PlayStation Plus gesichert werden können, bieten System-Backups dennoch wertvollen Schutz für Einstellungen und Medien. Mit der richtigen Konfiguration wird der Verlust wichtiger Daten praktisch unmöglich – und du kannst dich vollständig auf das konzentrieren, was wirklich zählt: das Gaming-Erlebnis selbst.

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